Die Wechseljahre – zwischen Medienhype und Tabuzone

Jul 15, 2023

Plötzlich reden alle
über die Wechseljahre.
Du auch?

Überraschende Fakten über die Wechseljahre ...

Plötzlich reden alle
über die Wechseljahre.
Du auch?

Überraschende Fakten über die Wechseljahre …

Momentan dreht sich gefühlt jeder dritte Post in meiner Instagram Timeline um die Wechseljahre. Plötzlich scheint unser Wohlbefinden in dieser manchmal herausfordernden, aber auch spannenden Lebensphase ein echtes Thema zu sein. Zugegeben: manche „Angebote“ lösen bei mir eher Kopfschütteln als Begeisterung aus. Aber zwischen diversen Pülverchen und Abnehmtipps für die menopausale Frau gibt es diese Informationsperlen! Posts, Reels und Stories, die meine Wissenslücken schließen. Expertinnen, die ihr Know How teilen und mich wieder ein Stückchen schlauer machen über all die Veränderungen, die in meinem Körper und in meinem Kopf vor sich gehen. Oder die ehrlichen Berichte von Altersgenossinnen, die mir das Gefühl geben, damit nicht allein zu sein.

Wechseljahre - lasst uns reden!

Die Wechseljahre – immer noch ein Tabu?

Hurra, hurra jubiliere ich innerlich! Die Wechseljahre kommen anscheinend endlich raus aus der Tabuzone. Statt still zu erdulden und möglichst unsichtbar zu sein, formiert sich eine neue Riege an Frauen: kommunikativ, bestens vernetzt, gut informiert und vor allem weder unsichtbar noch leise … Die Wechseljahre sind auf dem besten Weg, das zu werden, was sie ohne hin von Natur aus sind – völlig normal und nichts, wofür man sich schämen müsste.

 41 % aller Frauen fühlen sich unzureichend auf die Wechseljahre vorbereitet*

Aber ist das wirklich so? Social Media und die Community, in der ich mich befinde, sind nun mal nicht das echte Leben. Nur weil ich mich persönlich immer besser informiert und (meistens) wohl in meiner Haut fühle, heißt das noch lange nicht, allen Frauen in den Wechseljahren geht es genauso.

Fakt ist 41 %* aller Frauen fühlen sich unzureichend auf die Wechseljahre vorbereitet und jede dritte Frau in den Wechseljahren fühlt sich einsam*. Das sind Zahlen, die mich traurig machen. Sie stammen aus der weltweit größten Umfrage zu den Wechseljahren. 6.000 Frauen wurden im Auftrag von TENA zu ihren Erfahrungen mit den Wechseljahren befragt. Die Ergebnisse sind teilweise ernüchternd. Außerhalb meiner Bubble scheint sich zum Thema Wechseljahre nicht besonders viel zu tun. Es herrscht weiterhin Schweigen, Verunsicherung und ein Mangel an Information. Das zeigt eines ganz deutlich:

Mädels, wir müssen REDEN!

Und zwar nicht nur hier online in der virtuellen Welt, sondern ganz konkret und analog. Face to face. Mit der Freundin, der Schwester, der Tochter, der Nachbarin. Mit den Menschen in unserem Umfeld, die uns nahestehen. Offenheit ist die beste Waffe gegen Vorurteile, falsche Vorstellungen und Mythen rund um die Wechseljahre. Die meisten von uns haben Erfahrungen gesammelt, die sie weitergeben können. Du und ich haben Tipps, die anderen Frauen guttun. Oft reicht schon ein einfaches „Wie kann ich Dir helfen?“, um zu signalisieren: DU BIST NICHT ALLEIN. Und ja, wir dürfen – nein wir müssen! – auch die positiven Seiten hervorheben. Von denen gibt es nämlich eine ganze Menge, wie ich finde.

Mein Rezept für die Wechseljahre: Lebensfreude

Natürlich schlage ich mich mit dem ein oder anderen Symptom herum, mal mehr, mal weniger. Bei mir sind es neben trockener Haut und trockenen Augen vor allem Stimmungsschwankungen, die mich und mein Umfeld plagen. Es gibt 48 (!) verschiedene Symptome und bei jeder Frau ist der Cocktail anders gemischt: Hitzewallungen, Schlafstörungen und Blasenschwäche gehören zu den gängigsten. Und trotzdem: Die Wechseljahre sind für mich kein Schreckensszenario, das mein Leben zu Hölle macht. Im Gegenteil!

 

Wechseljahre - na und?Martina Klein _ Still Sparkling

 

Die letzten zehn Jahre waren die buntesten, aufregendsten und abwechslungsreichsten Jahre meines Lebens. Sie waren prall gefüllt mit neuen Projekten und neuen Herausforderungen. Mit Anfang fünfzig habe ich mich neu erfunden und meinen Job in einer Werbeagentur an den Nagel gehängt und meine Leidenschaft für die Fotografie zu meinem neuen Business gemacht. Wir sind von Bayern nach Berlin gezogen, um ein Haus kernzusanieren und schließlich ist auch dieser Blog ein Ergebnis meiner Neuorientierung. Darüberhinaus habe ich mich in den letzten Jahren neu vernetzt und viele wunderbare Frauen kennengelernt, mit denen ich mich heute austausche.

Das Beste ist die Begegnung mit sich selbst

Die Wechseljahre sind für mich vor allem eine Chance, sich selbst zu begegnen. Mit einem liebevollen Blick auf alles bereits Erreichte. Und diese Lebenserfahrung ist ein Pfund, mit dem wir Frauen in den Wechseljahren wuchern können. Warum also nicht das Leben genießen, wann immer es geht. Dazu gehören auch regelmäßige Auszeiten und viel Me-time. Mein Lieblingsort dafür ist die Ostsee. Hier kann ich stundenlang am Strand Spazierengehen und meine Batterien auftanken für neue Ideen und Projekte.

Jetzt ist die Zeit, die eigenen Wünsche und Träume ernst zu nehmen und so viele davon wie möglich umzusetzen. Egal, ob Du im Job nochmal ganz neu durchstarten möchtest, die Welt bereisen willst oder einfach nur ein neues Hobby startest. Ich sehe das bei vielen meiner Freundinnen und bin stolz, Teil dieser Frauengeneration zu sein, die mit Mut, Selbstbewusstsein und Engagement die Wechseljahre meistert.

 

 

Still Sparkling ü50 Blog Martina Klein

Was ich meiner Tochter zu den Wechseljahren erzählen würde

Mir ist klar, eine positive Lebenseinstellung und neue Projekte allein reichen nicht aus, um gut durch die Wechseljahre zu kommen. Das Wichtigste sind die richtigen Informationen. Denn wer seinen Körper kennt, die Symptome ernst nimmt und früh genug passende Maßnahmen ergreift, der wird weit weniger unter den Folgen des Hormonverlusts leiden. Das bestätigen alle ExpertInnen. Hätte ich eine Tochter, dann wäre genau das mein Rat an sie: Fange früh genug damit an, auf deinen Körper zu hören (die Perimenopause beginnt oft schon Anfang Vierzig) und informiere dich aktiv über die Wechseljahre. Es gibt in der Zwischenzeit viele Angebote – vor allem von Frauen – die ich vor zehn Jahren noch vermisst habe. Je besser wir unseren Körper kennen, desto einfacher ist es, gut und mit Lebensfreude durch die Zeit der Wechseljahre zu kommen. Diese Zeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Lebensreise, über die wir uns austauschen müssen. Damit die das, was in den Sozialen Medien bereits begonnen hat in Zukunft jede Frau erreicht.

Die TENA Kampagne

Genau dazu möchte TENA mit der Kampagne „Gemeinsam durch die Wechseljahre“ beitragen: Das Schweigen über die Wechseljahre zu beenden, mit Fehlinformationen aufzuräumen und dafür zu sorgen, dass sich Frauen in dieser Lebensphase nicht mehr einsam fühlen. Das sind hochgesteckte Ziele.  Aber wir können nicht oft genug über die Wechseljahre sprechen. Das zeigen auch die Zahlen der Umfrage: Viele Frauen fühlen sich eben nicht wohl in dieser Lebensphase. Und darum bin ich – neben anderen Bloggerkolleginnen – Teil dieser Kampagne.

Es lohnt sich, auf der Kampagnenseite www.tena.de/gemeinsam-durch-die-wechseljahre vorbeizuschauen. Hier findest du jede Menge Informationen rund um die Wechseljahre, ein Online-Video, das mit typischen Klischees spielt und eine Broschüre „Selten gestellte Fragen“, in die die auch Ergebnisse der Umfrage eingearbeitet sind.

 

Worüber möchtest Du reden?

Was möchtest du deiner Tochter, einer Freundin oder deinen KollegInnen über die Wechseljahre erzählen? Welche Fragen hast du, die dir bisher niemand beantwortet hat. Und was war für dich das Überraschendste an den Wechseljahren. Ich bin gespannt auf deine Antworten.

Wechseljahre - mit Lebensfreude duch den Hormon Rollercoaster Ride

 

Und weil wir uns in meiner Community austauschen und unterstützen, ist es mir natürlich eine Freude, dir hier die Beiträge von Susanne, Cla und Conny zu verlinken. Jede von uns hat eine eigene Geschichte zu erzählen und Erfahrungen zu teilen. Und wir freuen uns alle, wenn du zum Lesen kommst.

Herzliche Grüße
Deine Martina

 

*Online-Befragung im März 2022 im Autrag von TENA. Befragt wurden 6.000 Frauen ab 18 Jahren

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