Glücksmomente – warum es gut ist, über die Stränge zu schlagen

Sep 27, 2017

Non, je ne regrette rien Jeder kennt diese Zeile aus Edith Piaf’s berühmtesten Chanson. Nein, ich bereue nichts! Denn ich will leben. Und ein Leben, in dem alles immer nur maßvoll, geregelt und lauwarm ist, ist nicht lebenswert. Für mich jedenfalls nicht. Aber ich bin sicher, mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da. Es […]

Non, je ne regrette rien Jeder kennt diese Zeile aus Edith Piaf’s berühmtesten Chanson. Nein, ich bereue nichts! Denn ich will leben. Und ein Leben, in dem alles immer nur maßvoll, geregelt und lauwarm ist, ist nicht lebenswert. Für mich jedenfalls nicht. Aber ich bin sicher, mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da. Es […]

Non, je ne regrette rien

Jeder kennt diese Zeile aus Edith Piaf’s berühmtesten Chanson. Nein, ich bereue nichts! Denn ich will leben. Und ein Leben, in dem alles immer nur maßvoll, geregelt und lauwarm ist, ist nicht lebenswert. Für mich jedenfalls nicht. Aber ich bin sicher, mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da. Es geht mir nicht um Exzesse, sondern es geht mir um die besonderen Glücksmomente, die sich nur einstellen, wenn wir loslassen. Wenn wir uns von unseren von der Gesellschaft oder uns selbst auferlegten Zwängen befreien und einfach nur sind.

Lebe wild und gefährlich, Arthur!

Das schrieb einst Arthur Schnitzler an Arthur Rimbaud. Vielleicht kennt ihr auch diese lustige Postkarte mit dem kleinen verschreckten Jungen und diesem Spruch. Die Botschaft: Lebe dich aus. Tue, wonach es dich gelüstet, ohne Angst und Gewissensbisse. Darum geht es hier: Keine Gewissensbisse! Du solltest erst die Bügelwäsche machen, bevor Du Dich mit Deiner Freundin triffst. Wenn Du jetzt noch einen Prosecco trinkst, dann ist das schlecht für Deine Leber … ich könnte diese Liste unendlich fortsetzen und ich bin sicher, Ihr habt auch ein paar Punkte beizusteuern. Und ich sage so f…. what! Mit dieser Einstellung besteht die Gefahr, dass wir an schlechtem Gewissen sterben – oder vor Langeweile.

Unser Gehirn braucht Endorphine

Und diese bekommt es nicht, wenn wir das Vernünftige tun und die Bügelwäsche fertig machen. Gestern war ich mit vier anderen entzückenden Frauen in meinem Alter auf dem Oktoberfest. Ganz vernünftig wollten wir über die Mittagszeit im Biergarten das schöne Wetter genießen. So weit so gut, das haben wir auch getan. Und dann, ja dann hat uns der Hafer gestochen. Statt nach Hause zu gehen, hat uns unsere Unvernunft in ein Zelt geführt. Wir haben noch eine Runde Weinschorle (!) bestellt und gelacht und gegackert wie die jungen Hühner. Es wurde später, die Musik lauter, das Gedränge enger, die Weinschorlen mehr und unsere Laune immer ausgelassener. Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß, wie gestern Abend! Völlig ungeplant und völlig ungezwungen. Wir sind über die Stränge geschlagen.

Meine Glieder schmerzen, aber diese Glücksmomente bleiben mir

Selbstverständlich geht es mir heute nicht wirklich gut. Ich bin müde und meine Glieder geben mir zu verstehen, dass sie nicht mehr ohne Murren 10 Stunden feiern können. Und wisst ihr was? Es ist mir völlig egal. Scheißegal sogar! Meine Seele jubiliert nämlich. Wir hatten die perfekte Welle. Das kann man nicht planen. Es ist passiert, weil wir es zugelassen haben.

 

Carola (die gestern mitgefeiert hat) schrieb mir gerade auf Instagram: „Living the moment, creating memories.“ Wie recht sie hat!

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch ein wildes und gefährliches Leben!

Eure Martina

 

 

 

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